MDB: Bitte stellen Sie sich kurz vor? Was und Wo haben Sie studiert? Was machen Sie jetzt beruflich?



Ich  heisse Munkhtuya Namchin.  Meine erste Ausbildung begann ich  am Musik und Tanz College in der Hauptstadt Ulaanbaatar mit dem Schwerpunkt Klavier. Nach dem Schulabschluss wollte ich unbedingt wie  alle junge Mongolen aus der Mongolei  nach Ausland gehen,  um dort weiter zu studieren und die andere Welt kennen zu lernen. So machte ich mich auf dem Weg nach Deutschland. Es war  nicht einfach  die Pruefungen an der Musikhochschule  in Deutschland  zu bestaehen. Die Konkurenz an der Musikochschule war  stark und die Ausbildungsplaetze waren zu wenig.
Trotz der starken Konkurrenz habe ich erfolgreich geschafft, einen Ausbildungsplatz an der Hochschule fuer Musik und Theater in Hamburg zu bekommen. Es wurde nur 10 Studentinnen aus rund 200 Kandidaten aus aller Welt ausgewaehlt. So habe ich mein Studium an der Hochschule fuer Musik und Theater in Hamburg von 2001 bis 2007 unter der Leitung Prof. Volker Banfield absolviert. Heute arbeite ich  am Musik und  Tanz College in Ulaanbaatar als Klavierlehrerin.

 


MDB: Wie sind Sie zum Klavierspielen gekommen? Welche Rolle spielte und spielt Musik in Ihrem Leben?

 


Soweit ich mich erinnere, spielte ich schon Klavier. 1977 hat mein Vater ein grosses schwarzes russisches  Klaviergekauft. Ich war damals sehr musikalisch und konnte schon als Kind ohne Noten nach Gehoer auf dem Klavier spielen.Ich kann mich  sehr gut daran erinnern, wie ich die Lieder vom  italianischen Pop Saenger  Totto  Cutugnos auf dem Klavier spielte.
Ich wuerde sagen, dass ich ohne Musik niemand bin. Die Musik erfuellt mich und macht mein Leben reich. Die Musik ist meine Freude, meine Verzweiflung, meine Inspiration und mein Beruf. Was  ich taeglich  mache, ist musizieren.

 

MDB:  Sie haben 6 Jahre in Hamburg klassisches Klavier studiert. Gab es einen prinzipiellen Unterschied zwischen Ihrer Ausbildung am Musik und Tanz College in der Mongolei  und Ihren Studium an der Hochschule fuer Musik und Theater in Hamburg?



Ja, es gibt tausend Unterschiede  zwischen diesen zwei Musikhochschulen. Weltweit gilt Deutschland als ein Land einer exzellenten musikalischen Ausbildung. Die deutschen Musikhochschulen sind in dieser Tradition zur Qualitaetsmarke geworden und ziehen wie ein Magnet junge Menschen aus aller Welt zum Musikstudium an. Wir haben sehr viel vom Deutschen Musikhoschulen zu lernen gerade bei Management und Politik wie z. B. kunstlerische Ausbildung sein sollte.

 
MDB: Wir kennen Sie nicht nur als Klavierspielerin  sondern auch als Saengerin.  Ende der 90er Jahre haben Sie mit anderen drei Maedels den Girlband „Spike“, der damals  zur erstenunderfolgreichstenGirlband zaehlte, gegruendet. Bitte erzaehlen Sie  uns, wie Siediese Zeiterlebt haben?

 

Ja, das stimmt. Das war wirklich eine schoene und unvergessliche Zeit fuer uns alle. Damals interessierte ich mich als jungendliche Teenagerin sehr stark fuer die  westliche amerikanische  Pop Soul Musik wie  En Vogue, TLC, SWU, Boys II men, u.s.w.  Die Lieder  hoerte ich sehnsuchtig  und begeisterte mich immer wieder.  Die Musik von der Band „En Vogue“ hat mich musikalisch sehr stark beeinflusst. Ich glaube, es war 1996 als ich zur meinen Klassenkameradinnen ging und fragte, ob sie mit mir eine Girlband gruenden wollten.  Die Maedels waren  sehr froh und wollten das unbedingt mit machen. So fanden wir uns zusammen und gruendeten die erste mongolische Girlband unter den Namen ''Spike''.



MDB: Zum Schluss, was wuenschen Sie sich fuer dieses Jahr?


 
Ich wuensche mir viel Kraft, Muhe, Freude, Gesundheit und Liebe in 2012 und  der MDB viel Erfolg fuer die zukunftige  Arbeit!


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